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 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113

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Rici
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BeitragThema: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Fr Jun 21, 2013 5:01 am

Hier schreiben wir zum 2. Abschnitt
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Urgelmurgel

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Sa Jun 22, 2013 12:04 am

Okay, ich mußte feststellen, dass ich definitv geschädigt bin, was erste oder frühe Begegnungen von einem potentiellen Liebespaar, in die ein Fahrzeug involviert ist, angeht. Und Wandern ist auch nicht meines, schon gar nicht alpin. Da konnte ich die Qualen also sehr gut nachvollziehen. Laughing

Und die Linnea ist auch schon gestorben. Schade, im Gegensatz zu Henning war sie sympathisch.

Aber das Miträtseln um die Zusammenhänge gefällt mir definitv gut.
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   So Jun 23, 2013 4:01 am

Hallo Urgelmurgel,

auch wenn Du Berge nicht magst - Dein Nickname klingt ein bisschen nach Murmeldiemurmel(tier)chen ... ;-)

Ja, Wandern ist nicht jedermanns Sache, wenn es auch tierisch gesund ist. Ich liebe das Meer, die Stimmung, diese besondere Art zu Träumen ... mystisch kann es aber trotz aller Wahnsinnsanstrengungen auch in den Bergen sein. Man wird auf sich selbst zurückgeworfen, wird gaanz klein und demütig ... und dankbar für jeden dieser Augenblicke, die gerade extremen Belastungen folgen.

Das sagt jemand, der selbst einmal über den Meraner Höhenweg mit guten Freunden zur Stettiner Hütte gewandert ist und in der berüchtigten Johannisscharte minutenlang panisch am Fels klebte und sich nur noch wünschte, mit dem Rucksack eine schnelle Reise rückwärts zu machen. Da hilft nur gutes Zureden und viel Konzentration. Aber danach: Ein Gefühl, als hätte man gerade sein Leben neu geschenkt bekommen.

Diese tiefen existentiellen Erlebnisse prägen einen sehr ... insofern hoffe ich, dass Ihr Euch auch nach und nach an Isabel gewöhnt, die ja nun so einige Päckchen zu tragen hat - nicht nur Rucksäcke.

Weiterhin viel Spaß! Und heute Abend ist Krimi-Zeit?? Für mich: JA! Immer!

Liebe Grüße
Katryn
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Urgelmurgel

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   So Jun 23, 2013 6:13 am

Liebe Katryn,

Berge liebe ich ungemein, insbesondere Bergseen. Aber ich gehöre zu diesen unsäglichen Menschen, die sich trotz Höhenangst lieber in einen Sessellift quetschen und himmelwärts fahren.

Urgelmurgel bezieht sich übrigens auf ein kleines lila-rosafarbenes Kuscheltier, von dem meine kleine Schwester behauptete, dass es wie ein Urgelmurgel aussehen würde. Damit hatte sie Recht.

Was mich noch interessieren wüde, warum hat Julian eigentlich einen Wikipedia-Eintrag?

Liebe Grüße,
Resa
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Fannie

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   So Jun 23, 2013 7:54 am

Im zweiten Abschnitt rückt Isabel in den Fokus des Geschehens: Erst urlaubend in Italien, denn dort begleitet sie ihre Freundin Simone und dann am Sterbebett ihrer Mutter. Letzteres fand ich übrigens sehr berührend. Katryn Berlinger ist eine Meisterin im Wechsel von Stimmungen - und das ist ein Kompliment. Erst die Sonne Italiens und dann das triste Zimmer der sterbenden Mutter in Hamburg. Sowohl Isabel als auch Linneas ehemalige Haushälterin Britt suchen nach alten Dokumenten. Das ist ziemlich spannend! Ich bin gespannt auf Abschnitt Nummer 3 und frage mich, wie es indes mit Agnes in Berlin weitergeht und ob es zu einem Wiedersehen zwischen dem charmanten Rad-Rowdy Julian Niklas und Isabel kommt. Er geht ihr jedenfalls nicht mehr aus dem Kopf...

@Resa, vielleicht ist Julian ja ein vergleichsweise prominenter Arzt. :-) Auch zu Kommunalpolitikern gibt es ja inzwischen Wikipedia-Einträge.
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   So Jun 23, 2013 10:43 pm

Guten Morgen, Ihr Lieben!

Schön, dass Ihr Euch so gut in die Geschichte vertieft. Sie ist ja auch emotional gesehen sehr intensiv, und jede Figur stellt sich Euch in ihrer ganz spezifischen Eigenart dar. Insofern freut es mich, dass die Figuren Euch selbst berühren: Mal erwecken sie viel, mal weniger Sympathie, an anderer Stelle Empathie oder dort schlichtweg nur pure Spannung. So sollte es ja auch sein, ich wollte Figuren haben, die realitätsnah sind, eben: menschlich nicht künstlich.  

Danke, liebe Fannie, für Dein Lob! Ich freue mich sehr!

Liebe Urgelmurgel, ein Wikipedia-Eintrag für Julian - warum nicht? Später erfahrt Ihr noch etwas mehr über ihn, und bedenkt, bei Wikipedia findet Ihr recht unterschiedlich bedeutsame Persönlichkeiten ... Schaut mal genau hin ...

Linnea war mir ebenfalls sehr sympathisch ... das hat natürlich etwas mit ihrem Wesen zu tun. Ihr werdet noch sehen, wovon sie sich im Kern von den anderen Figuren unterscheidet.

Noch was zum Schluss, liebe Urgelmurgel: Ich bin leider ebenfalls nicht schwindelfrei und mich schützt auch kein Sofa vor Schwindelanfällen, wenn entsprechende Höhen vor mir über den Bildschirm flimmern. Man muss halt in der Realität sehr verlässliche Wanderkarten studieren, bevor man lostrabt. Das ist alles ... und sich hin und wieder am Meer von den Strapazen erholen.

Liebe Grüße

Katryn
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ejtnaj

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 2:11 am

Auch ich habe diesen Abschnitt nun beendet.
Isabel kann ich gut verstehen und ich nutze diesen Spruch immer für mich auch wenn ich die Berge mag.
"Die Berge von unten, Museen von außen und Wirtschaften von innen." Fand ich damals einfach toll.

Ich lebe ja an der Nordsee, wobei ich diese auch nicht sehr oft sehe, da ich ja nicht so sehr in den Wind darf.

Isabel hat viel Tiefe auch wenn vieles bestimmt erst sehr langsam im Buch aufgedeckt wird. Was das Problem ihrer Mutter angeht, ist das eigentlich nicht für diese Generation ganz normal das sie Probleme habe ihre Zuneigung zu zeigen. Ich kenne das von meiner Oma nicht anders und auch meine eine Tante hatte Probleme dies zu zeigen. Gut dies kann jetzt einfach Zufall sein, aber ich denke mal es war damals einfach so.

Aber auch was Agnes und Linnea betrifft bin ich mal gespannt was wir da im Laufe des Buches noch alles erfahren werden. Nur das die Putzfrau von  Linnea in Schweden sich wirklich an die Abmachung gehalten hat finde ich fast etwas schade denn die Unterlagen wären bestimmt noch Interessant geworden.

Was auch Isabel und Julian wohl noch wir, wird wohl die Zeit zeigen, aber das mit ihrer Mutter tut mir sehr Leid, es hat mich auch an die Zeit vor 3 Jahren erinnert als meine Oma gestorben ist.

Viele Grüße:)
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 2:39 am

Hallo ejtnaj,

ja, das Prinzip des Schweigens ist - nicht nur - aus früherer Zeit bekannt ... auch heute gibt es nicht wenige Familien, in denen aus den verschiedendsten Gründen nicht offen miteinander gesprochen wird. Ob aus Zeitnot, Überforderung, Desinteresse ...

Ich möchte an dieser Stelle aber nicht genauer darauf eingehen, aber ich kenne zu viele  junge Leute, die unter diesem Verhalten der eigenen Familie sehr leiden.

Und was Britt, Linneas Haushälterin, anbelangt, freut es mich, wie sehr Dir ihr Tun zu Herzen geht. Aber warten wir mal ab, wie sich die Figuren noch weiter entwickeln.

Liebe Grüße

Katryn
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Tanzmaus

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 5:25 am

Wandern habe ich früher sehr gerne gemacht, auch wenn ich dieses Jahr feststellen musste, das Meer hat ebenfalls einige reizvolle Seiten.

Schade, dass Linnea schon gestorben ist. Ich hätte sie gerne näher kennegelernt - auch ihre Geschichte - immerhin erschien sie mir in der kurzen Passage sehr sympathisch.

Isabel trat jetzt deutlicher in den Vordergrund, aber ist mir immer noch sehr blass. Die Szene allerdings mit ihrer Mutter Constanze fand ich sehr gut geschrieben. Da hätte die Autorin glatt einen Hinweis "Achtung! Ab hier wird ein Taschentuch benötigt!" eindrucken lassen sollen. Sehr emotional, sprituell und gut beschrieben.

Natürlich warfen die letzten Worte von Constanze wieder viele Fragen auf. Und Isabel hatte davor ja auch schon einen ganzen Katalog davon. Ihre dringenste Frage konnte sie gar nicht erst stellen. 

Aber jetzt interessiert mich zunächst noch Agnes. Wer ist das? Was hatte sie mit Linnea zu tun?


Und nicht zuletzt die Frage, wie hängen alle diese Stränge zusammen? scratch
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ernestine-marie



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 8:19 am

Persönliches Highlight im Teil 2:

"Es war besser, sich wie frisch wie ein kalter Fisch zu fühlen, als wie ein paniertes Murmeltier."

Sehr schön.

So ganz erschließt sich mir noch nicht, warum Julian Niklas Isabel nicht mehr aus dem Kopf geht. Dass sie ihn attraktiv findet, kann ich verstehen, aber dass sie den ganzen restlichen Urlaub an ihn denkt, muss so ein Liebe-auf-den-ersten-Blick-Ding sein, mit dem ich persönlich nicht so viel anfangen kann... aber warten wir es ab. Ich bin fest davon überzeugt, die beiden werden sich wiedersehen. Kam er nicht praktischerweise ebenfalls aus Hamburg? Ich sehe da gute Chancen für ein erneutes Treffen. Smile

Von den Frauenfiguren gefällt mir interessanterweise Britt bisher am besten. Die Zuneigung, die sie zu Linnea empfand und die Beflissenheit, ihr den letzten Wunsch zu erfüllen, kommt meiner Meinung nach sehr gut rüber. Außerdem tut sie mir leid, dass sie mit so einem nervtötenden Schwiegersohn gestraft ist.
Über Agnes weiß ich noch nicht genug, um mir ein Urteil über sie zu bilden. Simone ist mir irgendwie zu oberflächlich, so ein komisches Shopping Girl, die anscheinend nicht viel Rücksicht auf Isys Gefühle nimmt. (Kann auch täuschen, lasse mich gern eines besseren belehren.) Constanze scheint mir eine sehr interessante Geschichte zu haben, schade, dass sie sie nicht mehr erzählt hat. Aber Isy wird sie ja sicher herausfinden, darauf freue ich mich.

Das werde ich aber erst morgen erfahren, ich bin ein wenig angeschlagen und muss morgen arbeiten, deshalb gehe ich jetzt schlafen. Gute Nacht allerseits.
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Tanzmaus

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 8:57 am

Das panierte Murmeltier hat mir auch gut gefallen. Kannte ich noch gar nicht als Kombination. :-)
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Moni

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 11:12 am

ich bin gerade mit dem 2. Abschnitt fertig geworden und sitze immer noch hier und heule.Die Szene als Isabels Mutter starb hat mich doch arg mitgenommen und ich sah mich selbst wieder am Krankenbett meiner Mama vor knapp 1 1/2 Jahren sitzen als sie starb und gerade vor ein paar Wochen (2.4. )am Sterbebett  meiner Oma sitzen und ihre Hand halten bis es vorbei war.... tut mir echt leid aber ich bin gerade nicht fähig noch etwas zu diesem Abschnitt zu posten ......

ich hoffe sehr ihr habt Verständnis dafür...

wir lesen uns beim nächsten Abschnitt
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Rici
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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 8:08 pm

Nun muss ich meinen Senf auch dazugeben bzw. will. Wink
Wandern ist nämlich etwas was ich gerade für mich entdecke. es ist so schön durch die Natur zu streifen und Dinge zu entdecken an denen andere nur vorbeirennen.

Zu Isabel kann ich nur sagen, dass sie mir sehr ans Herz gewachsen ist und dass ich mich freue, dass sie mit ihrer Mutter doch noch eine Art Frieden geschlossen hat.

Ich muss gleich ins Büro daher gibt es heute von mir nur ein kurzes Statement. Übrigens den Schwiegersohn von Linnea finde ich auch unmöglich!

Moni, ich umarm dich mal.
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 10:13 pm

Erst einmal:

Liebe Moni,

mein tiefes Beileid. Fühl Dich im Geiste ganz ganz fest in die Arme geschlossen.

Mich selbst berührt diese Szene immer noch sehr, denn auch ich habe - so wie Du - vor wenigen Jahren meine Mutter verloren. Ihre letzten Tage waren keineswegs so, wie im Roman beschrieben, aber ich werde wohl nie ihren Anblick an ihrem Lebensende vergessen. Diese Erinnerung trägt ganz sicher zur Erfindung dieser Szene bei.

Ich weiß noch, wie mich während des Schreibens alles wieder einholte und meine Fantasie plötzlich eigene Wege ging, um eine Szene zu entwerfen, wie Ihr sie jetzt lesen könnt.

Alles Liebe für Dich und lass Dir Zeit. Nimm Dir viel Ruhe.

Liebe Grüße
Katryn
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 10:26 pm

Ernestine-Marie und Tanzmaus,

JA - das panierte Murmeltier! Hach, DAS liebe auch ich sehr.

Nicht das Tier als solches, in paniertem Zustand, natürlich. Aber den Vergleich. Hab auch lange in mich hineingehorcht. Nach acht, neun Stunden Wandern, nach siebenhundert oder achthundert Höhenmetern, ewig langen Strecken, völligem Ausgelaugtsein, Fuß für Fuß setzen, als hätte man Blei in den Sohlen und Pudding in den Knien. Echt. Da ist man nur noch ein armes, hungriges, durstiges, verschwitztes zweibeiniges Etwas.

Den Tieren im Gebirge ähnlicher als einem zivilisierten Menschenkind. Und fühlt sich entsprechend, wie ein paniertes Murmeltier.

Mögen mir auch alle anderen, die Fitteren, Sportlicheren, Gelenkigeren widersprechen. Macht nix. In den Bergen - und das ist ja das Schöne - findet jeder sein ihm angemessenes Plätzchen. Panoramaweg für die einen, Steig für die anderen. Und dazwischen gibt es noch genügend andere Auslaufstrecken.

Ach, ich plaudere schon wieder so viel. Ricarda: Ich glaube, Du musst mal abbremsend einschreiten! Hast Du geahnt, wen Du Dir da einlädst? ;-)

Ich jedenfalls nicht. ;-)

Liebe Grüße
Katryn
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Mo Jun 24, 2013 10:36 pm

Liebe Ricarda,

das freut mich sehr: Isabel gefällt Dir so, wie sie ist. Sie war - wie Du Dir denken kannst - auch von vornherein die schwierigste Figur. Sie spiegelt natürlich auch die Zerrissenheit, die Unruhe unserer heutigen Zeit wider.

Immer wieder habe ich an dem Ton herumgefeilt, der zu ihr passt. Ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, das müsst Ihr ja entscheiden. Aber bemüht habe ich schon sehr. All die  weiblichen Hauptfiguren vergangener Zeit auftreten und sprechen zu lassen, war  leichter. Das ist ganz natürlich - wie Ihr später noch sehen werdet.

Wir können den Menschen immer nur so darstellen, wie er uns in seinen Lebensumständen erscheint und wie er auf diese reagiert. Ist banal, aber für einen Autoren, der ja fiktive Gestalten schafft, immer wieder aufs Neue eine große Herausforderung.

Und was das Wandern anbelangt: Es müssen nicht gleich Stiefel mit BC-Sohle sein! Es gibt wunderschöne Genusswanderungen, ohne Stress. Und der DAV (Deutscher Alpenverein) ist absolut empfehlenswert!

Jetzt pfeift irgendwo mahnend das Murmeltier (Du bist ja im Büro!!). Schluss.

Liebe Grüße
Katryn
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schlumeline

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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Di Jun 25, 2013 3:20 am

Dieser Abschnitt ist zu großen Teilen Isabel gewidmet und sie gefällt mir. Ich kann verstehen, dass diese Wanderung in den Bergen sie sehr angestrengt hat, denn das ist auf Anhieb sicher nicht jedermanns Sache. Die Begegnung mit dem Rad Rowdie fand ich wirklich nett und ich hoffe doch, dass diese nicht nur gedankliche Nachwirkungen auf Isabels Seite hat.

Simone nervt mich ein wenig mit ihrem Tick alles immer filmen zu wollen. Ich glaube, dass ich ihr an Isabels Stelle die Kamera schon längst abgenommen hätte. Ich bin nämlich selbst Kamerascheu und hasse es fotografiert oder gefilmt zu werden.

Der Tod der Mutter ist sehr intensiv beschrieben hier und ich habe förmlich mit Isabell gelitten und mich in dieser schweren Stunde auch mit ihr gefreut, denn im Tod findet sie eine Nähe zur Mutter, die es vorher nicht gab. Das ist sehr emotional beschrieben.

Und nun geht es natürlich geheimnisvoll weiter. Was steht in dem Brief, den Isabells Mutter irgendwo deponiert hat und was steht in den alten Unterlagen von Linnea, den Unterlagen über oder von Agnes, die nun Linneas alte Haushälterin Britt in Händen hält? Ich bin gespannt.


Zuletzt von schlumeline am Di Jun 25, 2013 6:31 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Katryn



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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   Di Jun 25, 2013 6:04 am

Liebe Schlumeline,

das hast Du schön zusammengefasst. Ja, die Simone. Die gute, liebste Freundin. Sie brauchte, fand ich, einen Trick, der - wie Du richtig sagst - Isabel nervt.

Ist alles so, wie`s sein soll. Figuren mit Ecken und Kanten, (fast) wie im richtigen Leben.

Ich bin so froh und erleichtert, dass Ihr jetzt beim Lesen genau die gleichen Gefühle durchlebt, wie ich damals beim Schreiben. Es sollten ja eben lebendige Figuren sein, deren psychische Welt wir nachvollziehen können.

Die Sterbeszene habe ich ganz sicher fünf- oder sechsmal umgeschrieben, und jeden einzelnen Satz gewendet, gedreht, gefeilt und poliert. Damit genau diese Atmosphäre so rüberkommt, wie Ihr es jetzt wahrnehmt. Nichts in dieser Szene sollte rührselig, verkitscht, irgendwie tutschelig sein. Die Versöhnung war anfangs gar nicht so liebevoll gedacht, sie ergab sich dann irgendwann wie von selbst.

Wie sich so vieles fast von allein ergibt. Planen kann der Autor (jedenfalls ich) das vorher nicht. Eins greift ins andere.

Ich wünsche Dir weiterhin frohe Spannung!

Liebe Grüße
Katryn (die jetzt noch Forellen vorbereiten muss, nachher sollen sie in den Backofen, mit Knoblauch und Kräutern gefüllt.)
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BeitragThema: Re: 2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113   

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2. Abschnitt: Seiten 48 bis 113
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