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 Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"

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Rici
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BeitragThema: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Do Aug 18, 2011 8:40 pm

Hier könnt ihr dann eure Rezension posten.


Zuletzt von Rici am Fr Aug 19, 2011 9:11 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Rici
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Fr Aug 19, 2011 5:49 am

1658, zehn Jahre nach dem Friedensschluss von Münster gehen die Abenteuer von Magdalena Grohnert, der Wundärztin, weiter.

Zusammen mit ihrem Mann Eric und der gemeinsamen Tochter Carlotta lebt sie glücklich in Rothenburg. Magdalena ist stolz auf den Mann an ihrer Seite, der mit seinem roten Lockenschopfes nicht nur ihr Herz höher schlagen lässt.

Mittlerweile hat sich Eric einen Namen als angesehener Kaufmann gemacht. Viele Reisen in den letzten zwei Jahren haben dafür gesorgt, dass Eric geschäftliche Kontakte knüpfen konnte. Langsam kann die kleine Familie beginnen, die Früchte seiner Arbeit zu ernten.

Durch eine überraschende Erbschaft verschlägt es die Familie kurzerhand nach Frankfurt. Dort ist Eric an ein Kontor gelangt und führt dieses nun mit seinem Vetter Vincent.

Die geschäftliche Partnerschaft wird aber je zerrissen, als Vincent auf einer Geschäftsreise einem Überfall zum Opfer fällt und stirbt. Eric wird schwer verletzt, kommt aber durch Magdalenas Hilfe wieder auf die Beine. Nun steht der Verlust des Kontors auf dem Spiel, doch Magdalena will alles daran setzen ihr Glück aufrecht zu erhalten.

Als Adelaide jedoch das Haus in der Sandgasse verliert und daraufhin mit ihrem Sohn Mathias zu Magdalena in die Fahrgasse zieht, ist das nur die erste große Veränderung mit der Magdalena zurechtkommen muss. Es ist nicht nur, dass ihre neue Base scheinbar nichts Gutes im Schilde führt. Nein auch Eric scheint neuerdings Geheimnisse zu haben.

Als er erneut zu einer Handelsreise aufbricht, enthält er Magdalena das eigentliche Ziel seiner Reise vor. Wenig später erfährt sie obendrein, dass er ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg vorenthalten hat. Belogen und mittellos lässt sie sich jedoch nicht unterkriegen und reist ihm und seinen Geschäftsfreunden – Diehl, Feuchtgruber und Imhof – hinterher.

Die in München lebende Autorin Heidi Rehn schließt mit "Hexengold" nahtlos an den vorherigen Roman "Die Wundärztin" an. Doch auch ohne diesen gelesen zu haben, werden sich neue Leser der Reihe um Magdalena Grohnert direkt in das Jahr 1658 versetzt fühlen.

Durch die bildhaften Beschreibungen der Autorin, den flüssig zu lesenden Schreibstil und die Einteilung in nicht allzu lange Kapitel ließ sich das Buch ohne Mühe lesen.
Einige Begriffe werden in einem Glossar am Ende des Buches erklärt, wo sich auch ein Nachwort findet.

Die Spannung hält Heidi Rehn aufrecht, in dem sie immer wieder unvorhersehbare Wendungen einbaut oder aber so undurchsichtige Figuren wie Adelaide zaubert.

Dieses "arme Persönchen" ist mir nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ans Herz gewachsen und sollte es eine Fortsetzung geben (da bin ich mir sicher!) wird sie hoffentlich dort noch einmal auftauchen. Vielleicht ist ihr dann ein bisschen mehr Glück vergönnt und sie kann ihr Verhalten gegenüber Magdalena aufklären.

Dass der Autorin außerdem alle anderen Personen in Beschreibung und Charakterisierung sehr gelungen sind, möchte ich an dieser Stelle nicht vergessen zu erwähnen. Eric wurde mir im Laufe der Handlung immer unsympathischer und Carlotta wuchs letzten Endes über sich selbst hinaus. Die Klugheit des Mädchens ließ Heidi Rehn jedoch immer hintergründig und einfühlsam zur Geltung kommen. Nie war sie vorlaut oder rechthaberisch.

Ein ganz persönliches kleines Highlight war es für mich, in dem Buch den Namen meines Heimatortes zu lesen. Den Weg, den Magdalena nach Königsberg zog, konnte ich somit noch intensiver nachempfinden.

Es kommt vor, dass Autoren bei Fortsetzungen nicht mehr so ganz überzeugen und man den Eindruck hat, hier sollen mit zäher Handlung unnütze Seiten gefüllt werden.
Heidi Rehn hat sich jedoch mit "Hexengold" gesteigert. Ihr guter Stil und ihre Glaubwürdigkeit, gewürzt mit vielen Details aus der damaligen Zeit machen "Hexengold" zu einem historischen Roman, den ich bedenkenlos weiterempfehlen kann!



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Heidi Rehn

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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Fr Aug 19, 2011 8:21 pm

Liebe Rici,

wow! Gerade lese ich mit stetig wachsendem Stolz deine ausführliche Rezension. Vielen tausend Dank dafür! Und natürlich für deine Moderation hier sowie die sehr interessanten Anmerkungen zu meinem Roman. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn mit dir gemeinsam zu lesen.

Ein sonniges Sommerwochenende! sunny
Heidi
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Fr Aug 19, 2011 8:22 pm

Liebe Rici,

wow! Gerade lese ich mit stetig wachsendem Stolz deine ausführliche Rezension. Vielen tausend Dank dafür! Und natürlich für deine Moderation hier sowie die sehr interessanten Anmerkungen zu meinem Roman. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn mit dir gemeinsam zu lesen und ich freue mich riesig, dass du einige vergnügliche Stunden damit hattest.

Ein sonniges Sommerwochenende! sunny
Heidi
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Rici
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Fr Aug 19, 2011 8:27 pm

Liebe Heidi, gerne doch. :-) Die Leserunde werde ich natürlich weiter begleiten. Very Happy
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Moni

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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Sa Aug 20, 2011 9:54 am

Rici,
du schreibst immer so wundervolle Rezensionen ,darum beneide ich dich ganz ganz doll. Da kann ich mit meiner Rezi auf keinen Fall mithalten..... darum hab ich bisher auch gezögert meine von amazon hier rüber zu kopieren.....
na mal sehen vieleicht tue ich es doch noch sunny sunny sunny

liebe grüße
Moni
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Rici
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Sa Aug 20, 2011 10:06 am

Moni schrieb:
Rici,
du schreibst immer so wundervolle Rezensionen ,darum beneide ich dich ganz ganz doll. Da kann ich mit meiner Rezi auf keinen Fall mithalten..... darum hab ich bisher auch gezögert meine von amazon hier rüber zu kopieren.....
na mal sehen vieleicht tue ich es doch noch sunny sunny sunny

liebe grüße
Moni

Spinnst du?? Very Happy JEDE Rezension ist wichtig, ob "professionell" oder nicht! Also her damit. Wink
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Rici
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Sa Aug 20, 2011 10:06 am

Danke übrigens für das Lob!
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Sa Aug 20, 2011 11:12 am

so nun ein kleines bisschen abgewandelt das die rezi hier dazupasst sunny sunny

Rici hat schon alles über das Buch geschrieben sodaß mir eigentlich nichts mehr zu sagen bleibt da alles schon geschrieben wurde und eine Wiederholung für überflüssig halte :-) Ich habe das Buch innerhalb einer Woche verschlungen !!! Mir hat " Die Wundärztin " schon sehr gut gefallen aber " Hexengold" fand ich nochmal um einiges besser. Heidi Rehn hat sich wie ich finde bei diesem Buch enorm gesteigert mit den vielen Ereignissen und Wendungen sodaß ich das Buch sehr sehr schwer aus der Hand legen konnte :-) Nun freue ich mich schon sehr auf den 3. Band der im nächsten Jahr bei knaur erscheinen und den Titel " Das Bernsteinerbe " haben wird.

Wer von " Die Wundärztin " nicht ganz so begeistert war wie ich bei den Rezis der Wundärztin bei amazon gelesen habe,sollte sich " Hexengold " nicht entgehen lassen und dem Buch eine Chance geben da ihr wirklich überrascht sein werdet :-)))) und alle die wie ich auch " Die Wundärztin " klasse fanden ist "Hexengold" ein absolutes muß :-) !!!!

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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   So Aug 21, 2011 2:38 am

Danke dir, liebe Moni, für diese wundervolle Rezi! Freut mich riesig, dass du so viel Vergnügen beim Lesen hattest! sunny

Sonnige Grüße (schon der 2. Sommertag in Folge!!!)
Heidi
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Di Aug 23, 2011 11:04 am

Liebe Heidi,
was bleibt mir da noch zu rezensieren? Es ist eigentlich alles gesagt bzw. geschrieben. Großartig!!!! Eine packende Unterhaltung, ein Buch das ich nicht aus der HAnd legen konnte und wollte....ich hoffe auf Teil III!!!
DANKE!

Liebe Rici,
danke für die Möglichkeit hier mitlesen zu dürfen :-*
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Heidi Rehn

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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Di Aug 23, 2011 9:34 pm

Danke dir, liebe Heike, auch an dieser Stelle nochmal von ganzem Herzen. Es war mir eine Freude - und ich bin richtig stolz, dass euch das Buch so gut gefällt!!!

Liebe Grüße
Heidi
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Rici
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Sa Aug 27, 2011 12:31 am

Heidi Rehn schrieb:
Danke dir, liebe Heike, auch an dieser Stelle nochmal von ganzem Herzen. Es war mir eine Freude - und ich bin richtig stolz, dass euch das Buch so gut gefällt!!!

Liebe Grüße
Heidi

Da kannst du auch stolz drauf sein. Ich wünsche dir eine gute Zeit. :-)
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Mi Sep 21, 2011 1:41 am

Hexengold zu rezensieren ist keinleichtes Unterfangen, wie ihr vielleicht schon aufgrund meiner vielen Leseeindrücke zu diesem Thema erkennen könnt. Außerdem habe ich mich mit diesem Buch seit knapp einem Monat beschäftigt. Auch das ist bei mir meist ein Zeichen dafür, dass ich mir unsicher bin, wie mir ein Buch gefällt oder ob ich es empfehlen möchte. In diesem Fall ist die Sache eigentlich nicht schwierig zu erklären.
Inhaltlich beschäftigt sich das Buch mit dem Schicksal von Magdalena und ihrer Tochter Carlotta, die versuchen den Schleier einer Familiengeschichte und eines Familiengeheimnisses zu lüften. Hexengold spielt in Deutschland nach dem Ende des dreißigjährigen Kriegs. Es ist der zweite Teil einer Trilogie. Der erste Teil dieser Serie war "Die Wundärztin".

Die ehemalige Wundärztin Magdalena ist sesshaft geworden. Gemeinsam mit ihrem Gemahl Eric hat sie sich in Frankfurt niedergelassen und sich weiter als Wundärztin etabliert. Eric arbeitet als Kaufmann, er konnte das Erbe seines Oheims antreten. Alles könnte so schön sein, würde Magdalena nicht über einige Ungereimtheiten stolpern. Weiß Eric etwa mir über ihre verschollene Familie in Königsberg? Wenig später ist Eric weg und Magdalena völlig auf sich gestellt. Kann sie das lang gehegte Geheimnis ihrer Familie auch alleine aufdecken?
Das Buch versprach inhaltlich einiges an Spannung. Und jede dieser auch ein. Sprachlich stellte das Buch jedoch seine Leser vor eine schwierige Aufgabe, denn neben vielen detaillierten Beschreibungen wurde auch die Sprache genutzt um eine historische Atmosphäre aufzubauen. Nein, das Buch ist nicht in Mittelhochdeutsch geschrieben und auch nicht in mittelalterlicher Sprache. Tatsächlich fließen immer wieder einige weniger geläufige Wörter hinein, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht kennt. Das macht es auf den ersten Blick nicht leicht das Buch zu verstehen. Bei genauerem Hinsehen ist es jedoch gar nicht mehr so schwierig. Man muss sich auf dieses Buch einlassen ansonsten sollte man erst gar nicht mit diesem Buch anfangen. Die vielen Beschreibungen und Erklärungen zu Medizin der damaligen Zeit entschädigen jedoch in mancherlei Hinsicht.

Man merkt diesem Buch an, wie viel Zeit sich die Autorin genommen hat und Fakten zu recherchieren. Auch wenn dieses Buch komplett auf Fiktion beruht, so ist es doch gut es mit einigen Frauen der damaligen Zeit zu vergleichen, denn tatsächlich gab es hier und da immer mal wieder eine Frau im Tross, die zu Ruhm und Ehre gelangte.
Wenn ihr mich nach meiner persönlichen Meinung fragt, so kann ich euch keine uneingeschränkte Empfehlung geben. Ihr wisst selbst, das mache ich sowieso nur ganz selten. Wenn ihr jedoch einige Tage Zeit gehabt und euch in eine mittelalterliche Atmosphäre und Zeit hinein versetzen könnt, so empfehle ich euch das Buch ruhigen Gewissens.
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BeitragThema: Re: Abschließende Rezension zu "Heidi Rehn - Hexengold"   Fr Okt 07, 2011 12:13 am

So, ich möchte nochmals meinen Dank an die Autorin Heidi Rehn richten, dafür dass sie diese Leserunde begleitet hat und auch noch mir, als Nachzüglerin, hier beigestanden hat und natürlich auch an Rici, die hier immer wieder diese tollen Runden organisiert

Und hier kommt nun auch noch meine Rezension zum Buch:

Mit „Hexengold“ setzt die Autorin ihre Reihe rund um Magdalena und Eric, die mit dem Buch „Die Wundärztin“ begann, fort. Magdalena und Eric lassen sich gemeinsam mit ihrer Tochter Carlotta in Frankfurt wieder, nachdem sie dort ein Erbe angetreten haben. Gemeinsam mit Erics angeblichem Vetter Vinzent und dessen Frau Adelaide leben sie nun mehr oder weniger Tür an Tür und die beiden Männer führen gemeinsam ein Handelskontor.

Irgendetwas aber scheint nicht zu stimmen mit den Geschäften und den Verbindungen der beiden Männer. Schon bald kommt Vinzent auf einer Geschäftsreise zu Tode und Eric wird schwer verletzt. Kurz darauf verliert Adelaide ihr gesamtes Hab und Gut und muss bei ihren Verwandten um Unterkunft bitten. Nach Erics Gesundung bricht er erneut zu einer Handelsreise auf von der er allerdings nicht zurückkehrt. Magdalena zweifelt an ihrem Mann, an ihren Gefühlen und vor allem an seiner Liebe zu ihr, aber sie gibt nicht auf und macht sich gemeinsam mit Carlotta und Adelaide auf den Weg nach Eric zu suchen. Die Reise führt sie in das weit entfernte Königsberg zu den Wurzeln ihrer eigenen Familie und zu einer Vergangenheit, die längst vergessen schien.

Magdalena ist für die damalige Zeit eine bewundernswerte Frau. In dieser ihrer Geschichte durchlebt sie eine harte Zeit. Sie hat zu kämpfen mit Adelaide, bei der nie genau klar ist welche Ziele sie verfolgt, mit ihrer Tochter Carlotta, die langsam flügge wird und ihrer Mutter nicht immer alles erzählt, mit ihrem Mann, der einige Geheimnisse vor Magdalena zu haben scheint und mit vielem mehr. Auf ihrer Reise muss Magdalena sich mehr als einmal mit ihrer Vergangenheit, den Erlebnissen aus ihrer Zeit als Wundärztin und auch mit Anfeindungen und Anschuldigungen ihr völlig fremder Menschen auseinandersetzen.

Heidi Rehn erschafft eine Protagonisten, die man einfach lieben muss und eine Geschichte, die wahr sein könnte und von der ich, als Leserin, mich nicht mehr losreißen konnte. Magdalenas Welt nimmt den Leser gefangen. Der Roman ist auf keiner seiner 752 Seiten langatmig oder uninteressant. Es gibt immer etwas Neues und die Handlung schreitet durchweg voran. Alle Personen werden mit ihren positiven oder negativen Charakterzügen sehr genau beschrieben und der Leser kann sich ein detailliertes Bild von ihnen machen.

Abgerundet wird das Buch durch eine wundervolle Nachbemerkung, die auch nochmals verdeutlicht wie viel Recherche die Autorin in dieses Buch gesteckt hat und durch ein Glossar.

Wer Hexengold liest, kann dies tun ohne den Vorgängerband zu kennen und findet dennoch eine schlüssige und in sich abgeschlossene Geschichte vor. Mehr Sinn macht es aber sicherlich zunächst „Die Wundärztin“ und dann „Hexengold“ zu lesen. Und schon bald wird es mit „Das Bernsteinerbe“ eine weitere Fortsetzung geben.
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